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Archiv für März 24th, 2010

Die menschliche Natur

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ist Gegenstand der politischen Kämpfe. Ein klasse Interview mit Michael Hardt auf SPON. Da habe ich dann sofort noch das Interview von ihm aus der Taz aus 2008 gelesen. Und zu seinem und Antoni Negris Buch “Empire” Rezensionen gelesen. Ich glaube, ich muss mir dringend Bücher kaufen!

Antonio Negri und Michael Hardt arbeiten an einer Neudefinition der kommunistischen Begriffe. 2000 erschien ihr Buch “Empire”, 2004 folgte “Multitude”, im Frühjahr kommt “Common Wealth”. “Empire” wurde zu einem Bestseller, der die Antiglobalisierungsbewegung mit einem theoretischen Fundament versah.

Kernthesen: Der Nationalstaat ist überholt, im globalisierten Markt verteilt sich die Macht auf immer mehr Akteure. Die kapitalistische Wertschöpfung wird immateriell, es werden zunehmend Ideen, Codes und Gefühle produziert. Das “Empire” erschafft aber auch seinen Gegenpart, die “Multitude”, die trotz aller inneren Unterschiede um Befreiung kämpft.

In “Common Wealth” entwickeln die Autoren das Konzept der “Metropole”, die die fordistische Fabrik als Ort der Produktion, der Ausbeutung und des Widerstands abgelöst habe.

Antonio Negri, Jahrgang 1933, war in den Siebzigerjahren ein maßgeblicher Theoretiker des italienischen Operaismus. Anfang der Achtziger wurde der Philosophieprofessor wegen Widerstand gegen den Staat und Terrorismus angeklagt und floh nach Paris. Nach 14 Jahren kehrte er freiwillig in seine Heimat zurück. Erst seit 2003 kann sich Negri frei bewegen.

Michael Hardt, Jahrgang 1960, lehrt Literaturwissenschaft an der Duke University in North Carolina.

Geschrieben von steffenmoor

März 24, 2010 um 4:12 nachmittags

Veröffentlicht in new unknown

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