Archiv für Mai 2010
Es fällt auseinander..
Es gibt Tage, da wacht man morgens auf und bereits in der Mitte des Tages meint man, den Überblick über tagesaktuelle Entwicklungen vollkommen verloren zu haben. So ein Tag, so wunderschön seltsam wie heute. Das deutsche Arbeitsvolk erwachet nach einem Wochenende betrunken Deutschtaumelns vom Eurovision Song Contest. Da wir alle Lena sind mussten wir uns heute morgen fragen, wie wir als Lena es wohl finden, das die Israelische Armee Free Gaza Aktivist getötet hat. Mehr Wissen wir eigentlich nicht, außer das sich alle wieder unheimlich aufregen werden. Deshalb regen wir uns erstmal auf. Ist ja auch unschön, von der Wirklichkeit aus dem Taumel des dummen Wir-Sind -nicht-national-aber-Lena gerissen zu werden. Da gehört sich nicht, erst recht nicht vom Platz 15 des Eurovision Songcontest. Und während Ursula von der Leier mal wieder einen neuen Vorschlag macht, tritt der Bundespräsident zurück. Nicht, weil er Krieg aufgrund wirtschaftlicher Interessen zu rechtfertigen versuchte, sondern weil man ihn dafür kritisierte. Das ist fürwahr respektlos. Vielleicht hat er aber auch wie Koch nur einen besseren Job in der Wirtschaft angeboten bekommen. Oder die beiden machen die K&K Beraterfirma für moderne Staaten auf dem Weg ins Mittelalter auf. Wer weiss. Es ist alles so schrecklich ungewiss im sogenannten Deutschland um kurz vor Drei. Dabei wollen die Menschen doch Stabilität und Sicherheit, nicht wahr, Herr Rüttgers?
Erst starben..
Seit Samstag sind sie in der Luft: 311 mit Helium gefüllte Ballone. Toll, was die Ruhr2010 sich da feines ausgedacht hat: Die Ballone kündem vom Wandel durch kultur. so sieht das Übrigens beim offiziellen Pressefotopool zu “Schachtzeichen” aus:
Ich sage dazu nur: Erst starben die Zechen, dann starben die Städte und dann ließen wir Luftballons aufsteigen. Gibt es nicht auch ein Lied dazu?
Stadt der Namen
Sitze in einem Cafe mit Gratis wlan Zugang in Essen. Und das im ungesicherten Netzwerk! Ohne Passwort! Da wird der BGH aber bestimmt böse, böse. Ich hingegen genieße meinen Tee und mach mir meine Gedanken. War heute Morgen in Dortmund, der Stadt an der Autobahn, danach in Mülheim (Die Stadt am Fluss – na, welcher wohl?) und jetzt eben in Essen, der Einkaufsstadt! Seltsam, das Marketing fest daran glaubt, solche Titel würden etwas bringen – Mülheim und Essen tragen tragischerweise tatsächlich diese Titel. Kulturhauptstadt beispielsweise. Zerlegt in drei Teile: Kultur Haupt Stadt. Das ist der Titel. Ruhr2010. Und in den Local Hero Wochen in den 54 teilnehmenden Städten enthaupten klamme Kämmerer die Kultur ihrer Kommunen.
Achja, nebenbei bemerkt habe ich auch für meine Heimatstadt Hamm einen Titel entworfen:
Hamm, Stadt mit Bahnhof
Das knallt, oder?
Die letzten Wochen
waren anstregend, aufregend und anregend. Diese letzte Woche verbring ich viel zeit in Mülheim, der Stadt am Fluss, bei den diesjährigen Kinderstücken . Dazu war am Wochenende Pottfiction-Werkstatt in Dortmund und davor eine Woche Lang Westwind in Dortmund, das Kinder und Jugendtheatertreffen NRW. Begleitet zu dem Festival habe ich ein Begleitseminar von der Uni aus betreut und ein netter Blog ist entstanden. Und am 9 Mai war mittendrin Landtagswahl und wir alle wollten Rot-Grün und müssen uns mit Rot-Grün-UnechtesRot begnügnen. Schade, aber solange die Inhalte entscheiden und nichts anderes passt das. Davor war Hellwach-Festival, zu dem ich auch gebloggt habe. Nach dieser Uni-Woche sind Pfingstferien, da werde ich den Hellwachblog weiter mit schönen Text füttern. Habe mich entschieden, ihn zu meinem persönlichen Theaterblog auszubauen, mal scahuen, da steht veränderung ins Haus! Aber dazu mehr nächste Woche, jetzt muss ich die Post der letzten Wochen abheften und dann noch ein zwei Kleinigkeiten ausdrucken für die Uni morgen. Im Bett überlege ich mir dann Fragen für mein morgiges Gespräch mit den Kinderstücke-Machern. Auf Bald!
Verlinkung
Hier blogge ich zur Zeit: www.westwindblog.de