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Archiv für die Kategorie ‘Getefi

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Lutz Görners Gedicht des Tages
Robert Prutz – Lügenmärchen

http://www.lutzgoerner.de/gdt/

..lustig, lustig! Ernst, Ernst!

Geschrieben von steffenmoor

Juli 7, 2009 um 6:21 nachmittags

Lyrikmail

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Heute im Posteingang:

Utopie

Ich stelle unser Bett
In den Mondschein
Auf eine Brücke aus Licht
Die über den Strom führt
Der keinen Ursprung hat und kein Ziel
Auf eine Brücke
Aus Licht
Ohne Hin- und Herweg

Karl-Johannes Vogt (*1919)

Lyrikmail ist ein kostenloser Service im Netz, der einen Wahlweise jeden Tag oder jede Woche einmal mit ein wenig Poesie für den Alltag versorgt. http://www.lyrikmail.de/

Die tägliche Dosis Poesie – kostenlos per Mail. Ich mache ein wenig Werbung für diesen wirklich guten Service. ich freu mich jedenfalls immer darüber.

Auch über die allwöchentliche Zeit, in der jedemal ein Gedicht steckt. Vor langer Zeit von Walter Kemposki:

Langmut

Überm Griffbrett liegen die Saiten

in deiner Hand.

Streich nicht drüber hin.

Laß liegen, was nicht aufgerufen.

Hol nicht zurück,

was davongeflogen.

Die Zargen halten verschlossen,

was an Schweigen noch in uns ist.

Geschrieben von steffenmoor

Juni 30, 2009 um 10:06 vormittags

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Des Leutnants Kommandant

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Und es ward ein Freitag. Sonne brannte über den Feldern und des Leutnants Kommandant kam in seinem edlen Anzug samt Mütze, die ihn von den andern unterschied, mit einem Befehl von des Kommandanten Generals, der früher am Morgen mit seinem edleren Anzug samt Mütze, die ihn von den andern unterschied, zu des Leutnants Kommandant geschritten war, um einem Befehl zu übermitteln, begründet darauf, dass derselbige in der schwarzen Nachte zuvor Besuch von des Generals Staatsoberhaupt ,der im edelsten Anzug samt Mütze, die ihn von den andern unterschied, ausgestattet, einen Befehl aussprach den es zu befolgen aufs dringlichste gelte. Und es ward ein Krieg.

Geschrieben von steffenmoor

Juni 22, 2009 um 1:04 nachmittags

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Kirschbaum

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trunken vor Glück. Die Lippen
die dir gewachsen küssen. den
Busen der mir fremd halten.
an der Geburtsstädte unserer
Ewigkeiten sich vertiefen. nah
sein der Göttlichkeit der
Dinge. Innewohnen. fort in
den Blütenstaub. Betäuben
wilder Wünsche wahrhaftiger
Gestalt. vorn erhebt sich
am Horizont der rote Punkt.
die Decke fällt uns auf den
Boden. es blüht so weiß
voraus einmal Kirschen werden.

Geschrieben von steffenmoor

Juni 15, 2009 um 3:30 nachmittags

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Ich lag (woran ich zur Zeit schreibe)

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I

Ich lag mit dir am Meer. Ich lag mit dir am Berg. Ich lag mit dir auf der Anhöhe. Ich lag auf asphaltierten Straßen. Ich lag auf Pflasterstein. Ich lag herum. Ich lag auf einer Insel. Ich lag an deiner Brust. Ich lag in meinem Bett. Ich lag auf einer Wiese. Ich lag auf Ästen. Ich lag auf Bänken. Ich lag in Banken. Ich lag auf dem Tresen. Ich lag auf dem Boden. Ich lag auf deinen Schenkeln. Ich lag am Abhang. Ich lag unter Bäumen. Ich lag im Aufbäumen. Ich lag im See. Ich lag auf Stühlen. Ich lag auf Tasten. Ich lag auf deinem Klavier. Ich lag auf deinen Lippen. Ich lag auf Geld. Ich lag an Mauern. Ich lag auf Mauern. Ich lag auf Erde. Ich lag an Laternen. Ich lag auf Schiffen. Ich lag in deinem Bett. Ich lag an deiner Seite. Ich lag an ihrer Seite. Ich lag an den Gleisen. Ich lag auf den Gleisen. Ich lag auf Bussteigen. Ich lag in Eilpostschuppen. Ich lag in Zellen. Ich lag in der Fußgängerzonen. Ich lag am Wegesrand. Ich lag im Graben. Ich lag im Hochsitz. Ich lag zwischen den Bäumen. Ich lag zwischen Papiertaschentüchern. Ich lag in Schlössern. Ich lag in Jugendherbergen. Ich lag auf Luftmatratzen. Ich lag auf Sand. Ich lag auf dir. Ich lag ohne Ende. Ich lag an Wänden. Ich lag auf decken. Ich lag auf Sofen. Ich lag auf Parkett. Ich lag zwischen Büchern. Ich lag auf Zeitschriften. Ich lag bei dir. Ich lag in der Nacht. Ich lag in der Nacht. Ich lag in der Nacht. Ich lag in der Wanne. Ich lag unter der Dusche. Ich lag zwischen Mietern. Ich lag um dich. Ich lag zwischen uns. Ich lag auf Tischen. Ich lag auf Teppich. Ich lag im Schilf. Ich lag im Moos. Ich lag in Drei-Sterne Hotels. Ich lag am Atlantik. Ich lag an der Küste. Ich lag in den Dünen. Ich lag zwischen Salzgräsern. Ich lag im Watt. Ich lag in Bussen. Ich lag zwischen Autos. Ich lag inmitten von Klängen. Ich lag auf Bühnen. Ich lag auf Brettern. Ich lag in Hauseingängen. Ich lag in Umkleiden. Ich lag auf öffentlichen Toiletten. Ich lag doppelt zwischen Spiegeln. Ich lag neben dir. Ich lag neben Mobiltelefonen. Ich lag auf Zeitungen. Ich lag unter Zeitungen. Ich lag unter der Erde. Ich lag unter der Sonne. Ich lag unter dem Solarium. Ich lag unter den Wellen. Ich lag auf Wogen. Ich lag zwischen dir und Decken. Ich lag an der Decke. Ich lag mit dir. Ich lag mitten im Kreisverkehr. Ich lag in Rechtecken. Ich lag in Dreiecken. Ich lag außer Form. Ich lag zwischen deinen Atmen. Ich lag auf Matratzen. Ich lag in Ein-Sterne-Hotels. Ich lag in Einraumwohnungen. Ich lag mit Hunden. Ich lag im Strandkorb. Ich lag in deinem Garten. Ich lag auf Weizenfeldern. Ich lag im Mais. Ich lag auf dem Misthaufen. Ich lag im Streu. Ich lag im Heu. Ich lag im Stall. Ich lag auf Treppen. Ich lag im Weg. Ich lag auf Terrassen. Ich lag zwischen Kanälen. Ich lag vor Fernsehern. Ich lag vor Radiosendern. Ich lag vor Kirchen. Ich lag in Beichtstühlen. Ich lag zwischen Aschenbechern. Ich lag mit Betrunkenen. Ich lag in deinem Zimmer. Ich lag in deiner Wohnung. Ich lag in deinem Haus. Ich lag an Bordsteinen. Ich lag in Rinnsteinen. Ich lag obdachlos.

Geschrieben von steffenmoor

Mai 15, 2009 um 10:52 vormittags

Veröffentlicht in Getefi

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