4. Kapitel: Franz Kafka
Die Verwandlung / Der Proceß u.a.
Franz Kafka
Reclam Universal-Bibliothek / € 2,10 / € 5,00
„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt“, so beginnt „Die Verwandlung“ von Franz Kafka. „Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines morgens verhaftet“ so beginnt ein anderes Werk, „Der Proceß“ von ihm. Für solche Anfänge muss man ihn beinah schon lieben – wer ihn hasst, verkennt seine Größe. Selbstverständlich ist er unzugänglich, in seiner Art zu denken einzigartig, in seiner Biografie schrecklich gehorsam, ein Mensch, der eigentlich Mitleid verdient. In seinen Werken bricht Franz Kafka aus: Aus einer Welt, in die er hineingeboren wurde. Er bricht nicht mit dieser Welt in der Realität – bearbeitet sie mit seiner Sprache in seiner Fiktion jedoch in ungekannter Tiefe. Die Figuren in seinen Werken streben nach freier Entfaltung, die ihnen verwährt blieb. Und seine Sprache lässt sich in ihrer Gewandtheit kaum fassen. Die Kunst des Beschreibens trifft auf eine Fantasie ohne Grenzen. Seine Beziehung zu seinen Werk war stets ambivalent – Seine frühen Schriften wahrscheinlich selbst zerstört, trug Kafka seinem besten Freund Max Brod auf, seine gesamten Manuskripte nach seinem Tod zu verbrennen. Kafka starb schon im Alter von 40 Jahren an Tuberkulose (offiziell: Herzversagen), sein bester Freund hielt sich nicht an seinen Auftrag. Er veröffentliche den Großteil der Werke postum, nach dem Tode.
Franz Kafka selbst schrieb einmal: „Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“ Einmal Kafka, immer Kafka. Eine Entdeckung mehr als Wert. Unter Links vor allem der „Brief an den Vater“ interessant.
Weiterführende Links:
http://tinyurl.com/yd2lqlx – „Die Verwandlung“ im Reclam Verlag
http://tinyurl.com/ydgfnks – Kafkas „Brief an den Vater“
http://tinyurl.com/yclyfyy – Kafka-Seiten des Fischer-Verlags