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Milk – Gus van Sant

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Mhh, schwierig hierzu zu schreiben. Ich fand den Film sehr gelungen, die vielen Perspektivwechsel, Kameraeinsatz im generell, und herausragenden Darstellern, angeführt von Sean Penn. Ab und an hat ein Oscar doch noch was zu bedeuten! Unbedingt ansehen, wer Kritiken lesen will findet sie wie immer unter Film Zeit. Hier der Link: http://www.film-zeit.de/Film/20448/MILK/Presse/

Mhh, freu mich auf die DVD! Merke, ich will und kann über den Film nicht die richtigen Worte finden. Zumindest nicht niederschreiben!

Geschrieben von steffenmoor

Juni 25, 2009 um 11:59 nachmittags

Veröffentlicht in new unknown

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Voyeurismus v. fr. voir für „sehen“ und voyeur für „Seher“

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John Rabe hieß der Film, den ich mir gestern im Kino der Stadt ansah. Das Kino etwas grundsätzlich Voyeuristisches hat, muss nicht weiter erklärt werden. Aber der Hang zum Melodram, zum Dramatischen im Allgemeinen, schon. Florian Gallenberger, seines Zeichen Regisseur des Films, baut seine Gesichte ganz geschick darum auf – er versucht einen Mann zu zeigen, der als Held von Nanking berühmt geworden ist. John Rabe rettet, gemeinsam mit anderen Ausländern, 200000 Chinesen vor der Vernichtung durch die Japaner. Gallenberger inszeniert historisierend, baut immer wieder Schnipsel von Originalaufnahmen ein und lässt, in der absoluten Perversion, sogar Historisches und künstlerisches Material ineinander laufen. Durch einen opulenten Orchestersound, der überflüssigen nebenher Liebesgeschichte des Nebendarstellers Daniel Brühl und das widerliche Happy End am Hafen, bei dem sich John Rabe und seine Frau Dora wiedersehen, können über eins nicht Hinwegtäuschen: Film kann Realität nur verzerrt darstellen – Er muss zwangsläufig erfinden, den es wird aus der Dritten Person gefilmt, die Kamera als Beobachter.  Und so wir auch John Rabe’s Geschichte zumindest heroisiert, und dann auch nur zu Zwei Drittel erzählt – er spart auf, wie das weitere Leben des John Rabe verläuft – am Schluss gibt es einen kurzen, schriftlichen Hinweis auf den traurigen Verlauf seines weiteren Lebens – aber, dass war zu traurig um gezeigt zu werden. Erklären kann ich mir das eben nur aus dem Sicht des Melodramatischen – und habe noch einen zweiten Ansats hierzu: Ich glaube, Gallenberger konnte sich nicht entscheiden, für welches Publikum er diesen Film macht – für ein aufgeklärtes kritsiches aber dünneres Publikum oder ein zur Romantik mehr als neigendes Massenpublikum, deren Vordergründigste Probleme eben die Liebschaft, und nicht die Gerechtigkeit scheint. Hier soll nicht verschwiegen werden, dass auch der Autor diesen Emotionen sein Herz schenkt, dennoch muss kritsich gefragt werden ob es funktioniert – wahre Geschichte und Dichtung?

Ich hatte dennoch einen schönen Abend vor allem Dank Steve Buscemi, der als zynischer Doktor mal wieder zeigt, dass er der geborene Nebendarsteller ist – nie vordergründig überdeckend oder hintergründig versteckend. Immer da mit Präzision und klasse Schauspiel. So let’s sing along: Hitler has only got one ball!

Geschrieben von steffenmoor

Juni 16, 2009 um 12:14 vormittags

Veröffentlicht in AufbruchWanderungAnkunft

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