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Zensur
Als ich mir heute Aufkleber bestellte, musste ich zwei Dinge wiedereinmal fesstellen:
Zum einen Aktualität der Zensur: Das Thema ist nicht neu – der Kampf für Bürgerrecht und Freiheit ist Uralt – Zensur gibt es immer – der Kampf dagegen lässt sich nur gewinnen, wenn man die Anzahl emanzipatorisch freier Gedanken derart vervielfacht, das die Wächter nicht hinterherkommen. Gerade deshalb herrscht bei Konservativen so viel Furcht vor dem Internet. Weil sich eben hier Unmengen an frischen, freien Gedanken finden lassen. Formuliert werden. Meiner Meinung nach muss sich die Internetgemeinde ihren Vorgänger bewusster werden. Damit ließe sich prima argumentieren! Und der Kampf besser führen.
Zum zweiten ist das Internet nicht die Zielgruppe der Zensursula – sondern die konservative Wählerklientel. Deswegen war die E-Petition auch zum Scheitern verurteilt: Wir interessieren sie nicht. Die SPD hat dem ganzen, unter Vorbehalten zugestimmt, um i sich selbst nicht der Gefahr der “Verhinderer im Kampf gegen Kinderpornografie” auszusetzen. Das hängt einmal damit zusammen dass sie nicht bereits früh interveniert hat – und Zensurula und CDU in rechter Presse sehr gut gearbeitet haben (Promotechnisch so zu sagen). Ich halte die Zustimmung der SPD trotzdem weiterhin für eine sehr großen Fehler! Dennoch mangelt es nicht an Erklärungsansetzen bei mir – die niemals Rechtfertigung sein können.
Zum Schluss muss ich mal wieder ein Video verlinken -
Ton Steine Scherben nach Bert Brecht “Mein Name ist Mensch”
Zensi, Zensa..
Tja, die Iraner umgehen die Zensur in ihrem Land über Blogs und Twitter (beispielsweise hier: https://twitter.com/iranvision oder auch hier: https://twitter.com/IranElection ) Über den Umgang mit der chinesischen Zensur habe ich gestern gebloggt (s. Staunend). Ob wir in Deutschland auch bald über weiterer Schritte nachdenken müssen, bleibt abzuwarten. Verlinke möchte ich dennoch dieses wunderbar groteske Lied: http://schnitz.info/index.php/20.06.2009/der-andere-sommerhit/ über Zensursula. Wunderbar!
Ansonsten musste ich an Heinrich Heine denken – Die deutschen Censoren
“Die deutschen Censoren — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — —- — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – – — – — – Dummköpfe — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – — – –.”
- Reisebilder. “Zweiter Teil: Ideen. Das Buch Le Grand”, zit. nach Heine: Werke, Bd. II, Kapitel 12, S. 136
achja, schuldig!